Biografie

Falk Zenker, geboren 1967 in Mittweida, erhielt mit 12 ersten Gitarrenunterricht bei dem Free-Jazz-Gitarristen Helmut Joe Sachse, anschließend  bei Birgit Berndt (MS Flöha). 1997-92 studierte er (entdeckt von Prof. Roland Zimmer) Klassische Gitarre bei Gabi Sauer und Monika Rost und Jazz an der HfM "Franz Liszt" in Weimar.

Danach beschäftigte er sich in Form verschiedener musikalischer Projekte mit Flamenco (regelmäßige Studienreisen nach Granada, Gründung Trio Romero 1993), Weltmusik (z.B. 1991-99 Zusammenarbeit mit dem chilenischen Songpoeten Oscar Andrade), mittelalterlicher Musik (2001-03 Gregorianikkurse in der Benediktinerabtei Plankstetten, Gründung Ensemble Nu:n) und mit elektroakustischer Musik (2004/05 Gasthörer im SeaM Weimar bei Prof. Robin Minard).

Heute lebt und arbeitet er in Kapellendorf bei Weimar und konzertiert vorwiegend als Sologitarrist, im Duo mit Nora Thiele (Perkussion) oder Florian Mayer (Violine) und mit seinem Ensemble Nu:n (Mittelalterliche Musik im Hier und Jetzt) im In- und Ausland.

Darüber hinaus komponiert er Film-, Hörspiel- und Theatermusik, beschäftigt sich mit Musik zur Selbsterfahrung und realisiert multikünstlerische Projekte und Audioklanginstallationen.

Veröffentlicht hat er bisher 4 Solo-CDs bei Acoustic Music, 3 Nu:n-CDs bei Raumklang und Notenhefte seiner Kompositionen bei Fingerprint und Edition Margaux.

 

1978

1988

1998

2008

Lehrtätigkeit, Workshops

1996 – 1999 Lehrauftrag für Gitarre-Liedbegleitung an der HfM „F. Liszt“ Weimar

Seit 1998 Gitarrenunterricht 1x wöchentlich an der Landesschule Pforta bei Naumburg mit Spezialzweig Musik, zahlreiche Schüler zum Musikstudium geführt, einige mit Hauptfach Gitarre.

Workshops und Vorträge zu Themen wie: Einfluss des Hören auf unsere Raumwahrnehmung, sinnlich-akustische Klangspiele, Hörspaziergänge, Musik erfinden für Laien und Kinder, Musik erfinden für junge Instrumentalisten, kreatives Musizieren, Live-Looping, Rhythmus & Groove, Improvisation und Weltmusik.
Tanz als Selbsterfahrung mit der Tanztherapeutin Christine Honikel.

Beiträge in Fachzeitschrift

"Kreativer Einsatz eines Loopers" Teil 1 und 2
Workshop in der Zeitschrift "Akustik Gitarre" 2/12 und 3/12

"Die präparierte Nylonstring-Gitarre"
Dossier in der Zeitschrift "Akustik Gitarre" 6/10

Andere über Zenkers Musik

„Seine Musik verzauberte, weil sie Raum der Imagination ist, in dem jeder spazieren kann. Oder stehen bleiben. Entdecken.“ [Freie Presse, 23.04.02]

„Ob als Solist, als Komponist für Film und Fernsehen, als künstlerischer Leiter des „Ensemble Nu:n“ oder als Klangkünstler und international konzertierender Musiker – er ist ein vielbeschäftigter Gitarrist, der sich über die Jahre als außergewöhnlich kreativer Künstler ausgezeichnet und mit einem unverwechselbaren Stil auf der akustischen Gitarre etabliert hat.“ [monstersandcritics.de, 03/09]

„Als Zenker seine Gitarre wie eine Geliebte innig umarmt, beinahe ekstatisch die höchsten Glückstöne aus ihrem Innersten klopft und streichelt, schwebt ein Hauch von Erotik über dem Bühnenboden. Zenkers Werk ist ein Netz unterschiedlichster Gefühle, Zeitepochen, Musikrichtungen und Instrumenten. Seine Auseinandersetzung mit menschlichen Befindlichkeiten und eine tiefere Sinngebung zeichnet seine Arbeit aus." [Oberbergische Volkszeitung 30.10.17]

„Zum Abschluss fegte die geniale One-Man-Band mit einer elektronisch verzerrten Hard-Rock-Kakophonie derart wuchtig durch den Saal, dass wohl selbst The Who zu ihren wildesten Zeiten den Hut gezogen hätten.“ [General-Anzeiger Bonn, 20.01.15]

„Ein neuer Stern am Gitarrenhimmel – Erfrischend!" [konzertgitarre-forum.de 24.11.10]

„Seine exorbitante Technik ermöglicht ihm die Realisation all dessen, was seiner ergiebig sprudelnden musikalischen Fantasie entspringt." [Jazzpodium 10/02]

„Zenker ist das Kunststück gelungen, Stimmungen aus der Ebene des Nurgespielt-Werden zu entheben, in Sphären, wo sie sich zu Träumen verdichten, zu Sehnsüchten, Gedanken ohne Ziel." [Weimar Kultur Journal, Mai 00]

„Ein Magier der Klänge." [Thüringer Allgemeine 31.08.10]

„Wie die Reste einer verlorengeglaubten Erinnerung, so ist Zenkers Musik. Einzelne Wassertropfen gleich, die zurück ins Gedächtnis gespült werden, warm, weich, rund; sich dort zu mystischen Bildern verdichten." [Freie Presse, 04.04.00]

„Seine Musik ist sehr persönlich. Sie spiegelt Seelenlandschaften eines Klangpoeten. Diese zeigen seine Hinwendung zur europäischen Klassik, zum Jazz und Folklore, zu improvisierter Musik und elektronisch verfremdeten Klängen." [Schwäbische Zeitung Ulm, 07.04.00]

„Da sitzt er, barfuß, die Gitarre auf dem Schoß. Mit dem einen Fuß stampft er sanft auf ein Gewirr von Muscheln, mit dem anderen bedient er geschickt seine Live-Elektronik. Und mit den Fingern spielt er mitreisende Melodien und packende Rhythmen." [SWP, 03.05.05]

„Kontrapunktische Balladen und leitmotivisches Spiel im Berliozschen Sinne werden ... zu einem betörenden und sensiblen musikalischen Kosmos verdichtet." [Thüringer Allgemeine 16.10.10]

„Wandelnd in Weimar, versunken im Reich des Mittelalters; und beseelt durch Flamenco-Feuer. Kalimba und Zither, Heulschläuche und Klangschalen – all das versteht der Gitarrist und Klangkünstler, um sein Spiel auf Nylonsaiten höchst einfallsreich zu gruppieren." [Akustik Gitarre, 2/09, Stefan Frenzen]

„Ob von Abenteuern mit gefährlichen Tieren im afrikanischen Urwald, einer kargen Felslandschaft, feurig spanischer Fiesta, Unterwasserwelten mit Walgesängen, beklemmenden, von Voodoo-Zauber umgebenen Fieberträumen oder der Reise von „Irgendwo nach Nirgendwo“ – immer erzählt die Musik Zenkers Geschichten aus dem Unterbewusstsein und von seinen Reisen um die Welt.“ [Cellesche Zeitung 08.03.2002]

„Helle Glockenklänge schweben im Raum, Assoziationsströme strömen, werden abgelöst von den fließenden Klängen der singenden Säge. Motive blühen auf, innerhalb des Klangbildes bleibt jeder Ton einzeln differenzierbar, gerinnt mal zu Eis oder verflüchtigt sich schnell wieder.“ [SB 02.05.05]

„Technische Hürden? Gibt es nicht. Verschwenderisch reich die Palette seiner Klangfarben... Geschickt mit einem reichen Instrumentarium agierend, verliert er nie den Spannungsfaden.“ [TLZ Weimar, 15.08.2000, Christiane Weber]

„Seine Musik ist sehr persönlich. Sie spiegelt Seelenlandschaften eines Klangpoeten. Diese zeigen seine Hinwendung zur europäischen Klassik, zum Jazz und Folklore, zu improvisierter Musik und elektronisch verfremdeten Klängen.“ [Schwäbische Zeitung Ulm, 07.04.2000]

„Schier unerschöpflich sind Zenkers Erfindungskraft, seine Sensibilität und seine Souveränität im vielseitigen Umgang mit seiner Gitarre: Zwischen klassisch, romantisch, modern und perkussiv gibt es unendlich viele kleine Köstlichkeiten zu entdecken.“ [Akustik Gitarre 5/17, Michael Lohr]

„Ein absolutes Highlight in Peter Fingers reichhaltigem Katalog.“ [Stereoplay, 9/2000]

„Atemberaubende Reise in tönende Traumlandschaften“ [Badisches Tageblatt 22.02.2016]