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Eigene Leitsätze zur Filmmusikproduktion

 


- Ich arbeite ausschließlich mit akustisch erzeugten Klängen und Geräuschen und lege großen Wert auf authentisch live eingespielte Musik.
- Dabei stehen mir als Gitarrist und Multiinstrumentalist neben der Gitarre mit ihren vielfältigen Möglichkeiten und Varianten eine Vielzahl von weiteren Klangerzeugern und Perkussionsinstrumenten zur Verfügung.
- Ich kann auf hervorragende Musiker aus meinem musikalischen Umfeld zurückgreifen  (z.B. Cello, Violine, Fagott, Oboe, Saxophon, Trompete, Stimme, Perkussion, Piano).
- Als Klangkünstler interessiert mich auch der Materialklang als ausdrucksstarkes und bezugnehmendes Stilmittel (z.B. Knochen bei "Der_Friedrich_Schiller_Code", Tongefäße und Metallteile bei „Kinder von Buchenwald“, Baumstämme bei "Das Flüstern der Bäume")


Land am Wasser_Plakat



 Musik zu "Land am Wasser"  - "Golden Taube" auf der DOK Leipzig 2015


Kino-Dokumentarfilm, 84 min, Regie: Tom Lemke, Produktion: Thomas Jeschner/ Sunday Filmproduktion, Musik: Falk Zenker

Premiere am 28.10.2015 auf der DOK Leipzig im Deutschen Wettbewerb lang
Preisträger der Goldenen Taube www.dok-leipzig.de/de/festival/wettbewerbe/gewinner


„Was willste machen?“ Ein Stoßseufzer, den wir in dem Film über die letzten Mohikaner von Grunau noch öfter hören. Ein Geisterdorf, gebaut auf Braunkohle im Süden Sachsen-Anhalts, dessen Bewohner in den 1990ern umgesiedelt wurden. Geblieben sind der Schlosser, der Bauer und der Norbert, dessen Haus von den Spechten weggepickt wird. Eine eigentümliche Gemeinschaft bilden die drei, mit denen der Film im Jahr 2003 beginnt. Noch wird zusammen geschlachtet, man greift sich unter die Arme, die ehemaligen Nachbarn schauen vorbei, und der Bauer ist so rastlos beschäftigt, als ob er für immer bleiben wollte.

Liebevoll zeichnet der Film den zähen Rest alten Lebens in dieser abgeschlagenen Region Deutschlands. Die Erinnerungen an das Früher sind noch frisch, ebenso wie die an die Bürgerversammlung, auf der die Wessis den Leuten die Heimat abgeschwatzt hatten. Sechs Jahre später: Im Licht der untergehenden Sonne taucht wie ein Gespenst am Rand des Dorfs der Kohlebagger auf. Der Schlosser ist weg, der Norbert sowieso, aber der Bauer ist immer noch da. Bis zum letzten Tag. Was er denn machen will, wenn er im Frühjahr gehen muss? Nachhaltige Ratlosigkeit. Er war ja noch nie arbeitslos. Aber: „Was willste machen?“ Mit dieser Frage verabschiedet sich der Film von einer Lebensart, die nicht mehr konkurrenzfähig ist. Ein Heimatfilm, ohne Vorwurf oder Verklärung und mit coolem Sound.

Matthias Heeder


Filmmusik:
Bei „Land am Wasser“ entschied ich mich in Anbetracht der einsamen männlichen Welt des Filmes für prägnant-luftige Einwürfe mit E-Gitarre und Livelooping, die ich live im Studio und in dichtem atmosphärischen Kontakt mit dem Film entwickelt und eingespielt habe.


HörbeispieleMusik zu Land am Wasser (DEMO 9min)

Der_Friedrich_Schiller_Code
 






















 Musik zu "Der_Friedrich_Schiller_Code"


Dokumentarfilm über den Schillerschädel, Regie Ute Gebhardt, MDR, 90min, Erstausstrahlung am 03.05.2008 auf MDR

Ein historischer und gleichzeitig hochmoderner Wissenschaftskrimi, denn seit Goethe die Gebeine seines Freundes Schiller 21 Jahre nach seinem Tod exuminieren lassen hat - zum einen wegen seines eigenen Interesses an der Schädellehre, zum anderen um nach seinem eigenen Tod Schillers Gebeine in der Fürstengruft neben sich betten zu lassen - befassen sich Generationen mit der Frage, ist das nun Schiller oder nicht?
Er ist es NCHT, sagen die Genetiker... obwohl er genau wie Schiller aussieht und das gleiche Alter und ähnliche Vergiftungserscheinungen hat, sagen die Antrohpologen und Chemiker. Da die Wissenschaftler die Findelkindtheorie jedoch ausschließen konnten, entstand eine völlig neue These: Kurz nach Schillers Beerdigung auf dem Jacobsfriedhof Weimar muss ein geheimer Schädeldiebstahl und ein kenntnisreicher Tausch gegen einen Doppelgänger stattgefunden haben...!?! Obskur, aber zu dieser Zeit mit der aufkommenden Neugierde für den menschlichen Schädel gab es tatsächlich "Schädeljäger", die zu Forschungszwecken die Schädel prominenter Persönlichkeiten gesammelt haben. Es gibt sogar zwei Verdächtige in Weimar...!?!? (mehr unter www.mdr.de/tv/schiller)

Ein komplexer Film mit ganz unterschiedlichen Erzählebenen sollte also mit Musik gestaltet werden und so schuf ich neben moderner "High-Tech-Musik" auch "Krimimusik" mit klassischem Instrumentarium, Trauer- und "Entdeckerfreude-" Musik und vieles mehr.
Wie schon in anderen Projekten habe ich auch hier wieder mit authentischem Klangmaterial gearbeitet, wie z.B. mit den Glockentönen der Jacobskirche, wo Schiller beerdigt wurde, rhythmisierte Geräusche der modernen Laborgeräte in Jena, Freiburg, Innsbruck, Wien und Washington, wo die DNA- und Androhpologischen Untersuchungen gemacht wurden... jeder Menge (Tier!-) Knochen... eine Bearbeitung von Mozarts Requiem, das nachweislich zur Beerdigungsfeier von Schiller gespielt wurde ... und die Abspannmusik habe ich während eines Drehs auf dem Weimarer Friedhof komponiert (... und als "Ein Hauch" auf meine CD "Gedankenreise" genommen.)
Neben meiner akustischen und E-Gitarre und meinen Klangexkursionen sind darüber hinaus wunderbare Musiker zu hören, die ich dazu in das Studio eingeladen habe: u.a. Florian Mayer/ Geige, Christina Meißner/ Cello, Henrike Schurig/ Fagott und Blazej Dowlasz/ Klavier.


HörbeispieleMusik zu „Der_Friedrich_Schiller_Code“ (Demo)

Anna Amalia zwischen Dichtung und Wahrheit

Animation „Anna Amalia Film“
 
 

Musik zu "Anna Amalia zwischen Dichtung und Wahrheit"

 
Dokumentarfilm über die Weimarer Musenherzogin, Regie Theresia Schuler, MDR-Fernsehen, Erstausstrahlung am 21.10. 2007 auf 3SAT

„Anna Amalia gilt als eine Schlüsselfigur der Weimarer Klassik, sie hat u.a. Goethe nach Weimar holen lassen, Kunst gefördert und sich mit Künsten umgeben. In dem Film gibt es 5 Animationsszenen, die von Anna Amalias Lebensstationen und dem Mythos erzählen, der um sie gewoben wurde. Die Animationen wurden aus Originalbildern zeichnerisch herausgelöst und sparsam animiert. Meine Aufgabe war es, diese mit Musik gefühlsmäßig erlebbar zu machen. Ich beschäftigte mich mit Musik der Zeit und vor allem mit Musik, die Anna Amalia selbst komponiert hat und ließ mich zu 5 Miniaturen - passgenau auf die fertigen Animationen- für Violine, Cello, Fagott und Gitarre inspirieren - in meinem Stil, aber mit einer mir neuen Fassette.“ F.Z.

 
Hörbeispiele „Anna Amalia zwischen Dichtung und Wahrheit“ Szene 4 (in überarbeiteter Form auf der CD "Gedankenreise" als "Die heimliche Geliebte")
Hörbeispiele „Anna Amalia zwischen Dichtung und Wahrheit“ Szene 5

Das Flüstern der Bäume
 

 

Musik zum Film "Das Flüstern der Bäume"

 
2007, Dokumentarfilm, S16mm, Regie: Tom Lemke, Produktion: AtelierBusche.MEDIA

Die Mapuche Pehuenchen Indianer im Süden Chiles leben seit Jahrtausenden von der Frucht der Araukarie, ein Urbaum der im Sommer nussähnliche Früchte abwirft.
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer Familie, die in die Bege zieht um diese Frucht zu ernten. Für sie ist dies eine Reise in die Vergangenheit, zurück in das Leben ihrer Vorfahren. Inhalt ist der Alltag in den tiefen Wäldern und der Familienzusammenhalt, welcher die kulturellen Veränderungen überlebt hat.
In die erzählerische Stille des Films dringen luftig abstrakte Gitarrenklänge, die wie der Zuschauer selbst die Szene "beobachten". Zum Abspann münden diese Motive in eine Instrumentalbearbeitung eines überlieferten Liedes der Mapuche.

Premiere am 5. Oktober 2007 auf dem Filmfestival in Valdivia /Chile

 
Hörbeispiele „Das Flüstern der Bäume“ Szene 1
Hörbeispiele „Das Flüstern der Bäume“ Abspann (als "Lonqomeo" auch auf der CD "Gedankenreise")
Filmtrailer "Flüstern der Bäume" „Das Flüstern der Bäume“ Filmtrailer

Eine kleine Gartenmusik

„Eine kleine Gartenmusik“
 

 

Erkennungsmusiken im Fernsehen

 
„Für verschiedene Sendereihen des MDR-Fernsehens erhielt ich den Auftrag, Erkennungsmusiken zu komponieren und zu produzieren - exklusiv und maßgeschneidert für die jeweilige Sendung und gleichzeitig treu meines musikalischen Stils, handgemacht und mit außergewöhnlichen Gastmusikern.

Thüringen Spezial und Thüringen Reporter – seit 2011
Für die Produktion der Erkennungsmusik für dieser wöchentlichen Hintergrundinformationssendung lud ich mir meinen Freund und Kollegen Finn Martin in mein Studio ein, außerdem Cello, Bass, E-Gitarren, Perkussion.
 
Hörbeispiele „Thüringen Magazin“ (Demo)
  „Eine kleine Gartenmusik“ - 2007
Für die 24 Folgen von der BUGA 07 habe ich auf Wunsch der Produzentin „Eine kleine Nachtmusik“ von W. A. Mozart bearbeitet und für Kalimba, Gitarre, Cello und Perkussion arrangiert.
 
Hörbeispiele „Eine kleine Gartenmusik“ (Demo)
  „MDR-Garten“ - seit 2007
Die neue Erkennungsmusik seit Mai 2007 mit "Im-Frühsommer-Nachmittags-Um-Fünf-Im-Garten-Sitzen-Stimmung" für Saxophon, Flöte, Cello, Bass, Perkussion, E- und Akustikgitarre.
 
Hörbeispiele „MDR-Garten“ [Demo)
  „Fröhlich Lesen“ - seit 2005
In fröhlicher Stimmung habe ich diese Musik komponiert und mit Saxophon, Kontrabass und Schlagzeug für die Sendung aufgenommen.“ F.Z.
 
Hörbeispiele „Fröhlich Lesen“ (Demo)

"Kinder von Buchenwald"  
 

Filmmusik zu „Kinder von Buchenwald“

 
Dokumentarfilm des MDR-Fernsehens von Ute Gebhardt über die Schicksale der
zur Zeit des Faschismus im KZ Buchenwald inhaftierten Kinder,
Erstausstrahlung 11.04.2005


„Es war eine große Herausforderung für mich, diesen traurigen und
schockierenden Bildern und Berichten Klänge zu zuordnen. Als Musik habe ich
das von einem Knaben (Gabriel Prange, Knabenchor Jena) eingesungene
Buchenwaldlied, für den Film komponierte Gitarrenmusik und einige Sequenzen
aus meinen Solo-CDs verwendet. Die meisten Filmsequenzen sind jedoch mit
abstrakten Klangkompositionen unterlegt, die am besten geeignet schienen,
dem Grauen einen Klang zu geben. (Keramikgefäße, schwere Metallgegenstände
und Maschinenteile, im ehemaligen KZ eingefangene Geräusche)“ F.Z.

Kritiken:

„Der Film führt mit den Augenzeugenberichten selbst in kleinste Episoden des
Lagerleben und behält zugleich den Blick auf die gesamte Situation. Wenn es
um Transporte, um Bewegung geht, gleiten, huschen, jagen Schienenstränge
durch das Bild. Beklemmend langsam streift die Kamera Exponate in
Buchenwald, ausgegrabene Stücke, die für den Alltag der Häftlinge stehen.
Ute Gebhardt greift heutige Sehgewohnheiten auf und baut geschickt den
Kontrast zu den lebendigen Erinnerungen auch von Pavel Kohn, Thomas Geve und
Wladislaw Kozdon.“ Thüringer Allgemeine, 11.04.04

„Es macht die Prägnanz dieses Filmes aus, dass Ute Gebhardt auf penetrante
Musikunterlegung, wie Guido Knopp sie in Deutschland populär gemacht hat,
ebenso verzichtet, wie auf das schwarze Nichts im Hintergrund, das bei
Produktionen ähnlichen Genres die Dramatik steigern soll, als hätten das die
Zeitzeugenberichte nötig.“ Welt, 13.04.05

„Den stärksten Eindruck hinterlassen die Filmmusik und die Geschichten der
ehemaligen Insassen.“ Freies Wort, 02.04.05
 
Kinder von Buchenwald "Kinder von Buchenwald" (Demo)

Foto Filmcover  
 

Filmmusik zu „Meister Eckart – ganz Mensch, ganz radikal“

 
Dokumentarfilm des MDR– Fernsehen von Anke Deleiter und Jürgen Hoffmann (45 min), Erstausstrahlung 21.09. 2003

„Die Musik für diesen Dokumentarfilm habe ich aus liturgischen Gesängen entwickelt, die der mittelalterliche Mystiker Meister Eckhart (um 1260 – 1328) gehört haben könnte. An den Aufnahmen war auch das Ensemble Nu:n mit Gert Anklam (Sax), Rebecca Bain und Katherine Hill (Gesang) beteiligt, das ich im selben Jahr gegründet habe.“ F.Z.

[Ensemble Nu:n]
 
Klangkomposition "Innenklang" Filmmusik „Meister Eckart – ganz Mensch, ganz radikal“ (Demo)
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